Geschichten

Ein Teller von Andoni Luis Aduriz: Essbare Steine

Adu­riz, 2012 mit dem Inter­na­tio­na­len Eck­art Wit­zig­mann Preis aus­ge­zeich­net, sagt: »Muga­ritz ist kein Fut­ter­trog, viel­leicht ist es nicht ein­mal ein Restau­rant.« Er ist kon­se­quent in die­ser Hal­tung, was ihm am Anfang einige schwere Jahre bescherte. Aber man kann eben nicht ein biss­chen Kunst machen und ein biss­chen Fut­ter­trog. Man muss sich schon mit Haut und Haar da reinwerfen

Mugaritz
Andoni Luis Adu­riz hat mit dem Kochen eigent­lich nur ange­fan­gen, weil er mit der Schule nicht klar­kam. Seine Mut­ter, die wäh­rend des Bür­ger­kriegs schlimme Hun­ger­zei­ten mit­ge­macht hatte, ent­schied, dass er Koch wer­den solle, denn dann hätte er wenigs­tens immer zu essen. Aber auch die Koch­kar­riere lief nicht gut an, auch hier gelang es ihm, im ers­ten Jahr mit Pau­ken und Trom­pe­ten durch­zu­fal­len.
Das alles änderte sich, als er Fer­ran Adrià ken­nen­lernte. Das war zu einer Zeit, als noch kaum einer das elBulli kannte, als es keine ers­ten Plätze und keine War­te­lis­ten gab. »Aber die Krea­ti­vi­tät war schon da!«, erzählt Adu­riz.
Im Muga­ritz, das nach einer Eiche vor dem Haus benannt ist, die genau auf der Grenze zwi­schen den Ort­schaf­ten Asti­gar­raga und Erren­te­ria steht, war es anfangs genauso. »Wir waren so naiv. Als wir auf­mach­ten, häng­ten wir ein Schild auf, ›Nur mit Reser­vie­rung‹, und dach­ten, jetzt wür­den die Leute Schlange ste­hen, wir waren über­zeugt, dass das Tele­fon nicht still­ste­hen würde.« Natür­lich rief nie­mand an.
Andoni Luis Adu­riz und sein Team nutz­ten die ruhige Zeit unter ande­rem, um ihre Umge­bung zu erfor­schen, die Pflan­zen, die in der Nähe wuch­sen, und sie stell­ten fest, viele der Grä­ser und Kräu­ter wirk­ten völ­lig fremd­ar­tig, obwohl sie aus der direk­ten Umge­bung stamm­ten. Auf der ande­ren Seite gab es Pflan­zen wie Toma­ten, Paprika und Kar­tof­feln, die einst von der ande­ren Seite des Oze­ans gekom­men waren, aber mit der Zeit zur Grund­lage des­sen wur­den, was man als Tra­di­tion und Hei­mat emp­fin­det.
(wei­ter­le­sen …)


Ton Janssen, Der Herr der Strauchtomaten

Hinter dem Niemandsland, in dem sich die Ödnis des Ruhrgebiets in pittoreske Industrieruinen auflöst, liegt Venlo. Nach fünf Stunden Bahnfahrt stehe ich vor dem Bahnhof, versuche ein niederländisches Netz zu bekommen und Ton Janssen zu erreichen. Der ist Tomatenzüchter und wir sind hier verabredet, weil ich mir mal ansehen möchte, wie so ein holländischer Tomatenzüchter nach Abzug aller Vor­urteile ist.

Effilee 25# Mal wieder richtig einen einschenken

Was trinkt die Welt und warum? Dieser Frage sind wir auf den Grund gegangen und zwar nicht zu knapp. Wir wünschen auch Ihnen viel Spaß bei unserem sommerlichen Zug durch die Gemeinde …

Ostergewinnspiel: Die Gewinner

Eieiei... kaum ist Ostern vorbei steht schon wieder Weihnachten vor der Tür. Doch zuerst küren wir die Gewinner des Ostergewinnspiels. Sie haben gekocht und wir haben gestaunt. Hier finden Sie die Gewinnerrezepte.

Da gift dat wat!

Bartender, Mixologe oder Barkeeper – Eyck Thormann sind diese Begrifflichkeiten einerlei. Für sich wählt der gebürtige Ostwestfale schlicht die Bezeichnung „Barkeeper“ und fährt verdammt gut damit.

Riesling-Challenge 2013

Alles begann mit einer Idee und endete im Wein: ENO WorldWine und Effilee riefen Winzer auf ihre besten 2011er Rieslinge zum Wettbewerb einzuschicken. Nun folgt das Ergebnis.

Ostergewinnspiel

Eieiei... kaum ist Weihnachten vorbei, steht schon wieder Ostern vor der Tür. Höchste Zeit für ein paar neue Magenmassaker: knusprige Lammkeule, weicher Hefezopf und feine Pralinen. Aber wer möchte schon auf solche Herrlichkeiten verzichten? Wir jedenfalls nicht...

Neu aufgelegt: Rezepte-App

Einkaufszettel zu Hause vergessen? Wie ging noch mal dieses grandiose Rezept aus der Effilee #17? Unsere App folgt Ihnen auf Schritt und Tritt und hilft schnell, unkompliziert und kostenlos.

Hallo?! Jemand zu Hause?

Ein großer Teil der Menschheit fühlt sich in Zügen, Flugzeugen und Automobilen durchaus wohl und nimmt allerlei Unwägbarkeiten und Risiken in Kauf, um sich in der Welt umzusehen. Ist Unterwegssein vielleicht der Normalfall?

Lygre Livsgard, Norwegen Geitost

Ob beim Käse oder sonst im Leben, wie viel leich­ter täten wir uns oft ohne Erwar­tun­gen. Das denke ich seit frü­hes­ter Kind­heit: Weih­nach­ten, Wunsch­zet­tel, Geschenke unterm Tan­nen­baum, abends im Bett Trä­nen und erst im Lauf der fol­gen­den Tage lang­sa­mes Ver­söh­nen mit der Wirk­lich­keit. Wie viel ver­gnüg­li­cher ist das Gegen­teil: Der Wet­ter­be­richt war mies, dann scheint [...]

Penfolds Grange 2004

Text: Vijay Sapre Foto: Andrea Thode Drah­tig, schlank, mit einem schwarz-weiß karier­ten Jackett erscheint Peter Gago zum Ter­min. Er sieht aus wie Lou Reed in den 90er-Jahren. Der Wine­maker von Pen­folds ist auf Welt­tour – ges­tern Köln, mor­gen Frank­furt, am Wochen­ende Los Ange­les. Der Jet­lag nagt, aber er lässt sich kaum etwas anmer­ken. Spä­ter wird es [...]

Der Lebkuchenmann

Die Geschichte von Arthur war ursprünglich eine Weihnachtsgeschichte. Fast so unglaubwürdig wie eine Wandersage über Mitmenschlichkeit, spontane Hilfsbereitschaft, Fürsorglichkeit und süße Lebkuchen. Doch Geschichten verwandeln sich im Laufe des eigenen Lebens. Die wahre Geschichte über den Lebkuchenmann aus meiner Kindheit erfuhr ich erst, als ich erwachsen war

Kitchen Guerilla: Braukunst — alles andere als Mainstream

Bereits vor zwei Jahren bewies die Kitchen Guerilla in unserer Redaktionsküche, was eine Küchenschlacht wirklich bedeutet. Gestern erhoben sie erneut zum liebsten Gesöff der Deutschen, dem Bier, ihre grandiosen Kochgabeln.

Kann denn Wein natürlich sein?

Eine kleine Gruppe von Weinliebhabern fordert, die Trauben wieder ausschließlich mit der Weisheit und nach den Methoden unserer Großväter zu verarbeiten. Wissen die ­Enkel wirklich, wovon sie da reden?

Hauptsache satt?

Hunderte neuer Schulmensen entstehen seit einigen Jahren in Deutschland. Leider kein Grund zum Jubeln, denn die Chance, die Kinder gut und gesund zu verpflegen oder gar einen Grundstein in der Ernährungserziehung zu legen, wird selten genutzt. Warum, warum nur ist das so schwer?

Effilee 24#, Das beste Fleisch der Welt

In den vergangenen Wochen haben wir viel gegessen, getrunken und gelernt. Was für ein Glück, dass wir Leser haben, denen wir davon erzählen können

In 80 Euro um die Welt

Schon seit Menschengedenken hat Europa den Rest der Welt kolonisiert. Und selbst heute existieren noch Kolonien. Aber am einfachsten kommt man an die Rohstoffe fremder Länder, indem man dem örtlichen Supermarkt einen Besuch abstattet

Weltweit essen: China

Zhiping Song lebt in Shanghai. Die Küche ihrer Heimatstadt ist von Einflüssen aus vielen Ländern geprägt, da die Hafenstadt schon immer in regem Kontakt mit dem Rest der Welt stand. Man geht großzügig mit Sojasauce um und kocht weniger scharf als in vielen anderen Regionen Chinas.

Deutscher Riesling-Challenge

Effilee und ENO WorldWine suchen Deutschlands beste Rieslinge

Eine Sache hätt ich noch …

Im Novem­ber 2008 kam die erste Effi­lee auf den Markt. Wir hat­ten mona­te­lang am Kon­zept gefeilt, Lay­outs ent­wi­ckelt, ver­wor­fen, alles noch­mal neu gestal­tet, hat­ten Auto­ren und Illus­tra­to­ren gesucht, und viele ver­schie­dene For­mate aus­pro­biert. Dann kam das bange War­ten auf die Reak­tio­nen: Was wür­den die Leser von dem Heft hal­ten, würde jemand es kau­fen, würde gar [...]
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